Dampfer-Lexikon der Fachbegriffe | Buchstabe T


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  • Tank
    Im Tank der E-Zigarette befindet sich das Liquid, welches mit der Heizwendel im Verdampfer zu Dampf umgewandelt wird. Im Gegensatz zu den früher verwendeten Depots fassen Tanks meistens erheblich mehr Liquid.
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  • Tankomizer
    Als Tankomizer bezeichnet man einen Verdampfer der mit einem Tank ausgestattet ist. Ist dieser Tank teilweise oder vollständig transparent, spricht man von einem Clearomizer.
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  • TC
    TC ist die englische Abkürzung für Temperature Control, also in Deutsch Temperatur Kontrolle.
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  • Temperature Control
    Mit der Temperature Control (Abkürzung TC) kann eine bestimmte Temperatur für die Wicklung am Akkuträger eingestellt werden, die während dem Dampfen nicht überschritten wird. Der Akkuträger heizt die Wicklung dabei möglichst schnell mit hoher Leistung auf die gewünschte Temperatur auf und senkt dann die Leistung um die Temperatur auf der gewünschten Gradzahl zu halten.
    Der Vorteil beim Temperaturdampfen ist ein gleichmäßiges Geschmackserlebnis und eine zusätzliche Sicherheit: Überhitzt nämlich eine Wicklung bei hoher Leistung und steigen die Temperaturen dabei über 300 Grad Celsius, können Liquid und Liquidträger verbrennen und dabei schädliche Nebenprodukte entstehen.
    Da es zum jetzigen Zeitpunkt (Stand Mitte 2016) noch keine Temperatur Kontrolle über einen Temperaturfühler an der Heizwendel gibt, bedient man sich eines Tricks um die Temperatur der Wicklung zu messen: Bei bestimmten Heizdrähten verändert sich - abhängig vom Material - der Widerstand bei einer Temperaturveränderung. Diese Veränderung des Widerstandes ist bekannt und wird als Temperaturkoeffizient angegeben. Grundlage für das richtige Regeln der Temperatur ist ein Eichvorgang bei Zimmertemperatur wenn ein neuer Verdampferkopf verwendet wird, zusätzlich muss das verwendete Material des Heizwendels im Akkuträger eingestellt werden.
    Hat ein neuer Verdampferkopf (beziehungsweise die Wicklung darin) bei Zimmertemperatur also einen Widerstand von beispielsweise 0,53 Ohm, kann der Akkuträger über den Temperaturkoeffizienten den entsprechenden Widerstand für eine Temperatur von beispielsweise 230 Grad Celsius ausrechnen und die Leistungsabgabe dementsprechend anpassen.
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  • Temperaturkoeffizient
    Der Temperaturkoeffizient gibt den Wert der Veränderung des Widerstandes eines Heizdrahtes bei steigernder Temperatur - also beim Feuern - an. Wickeldrähte sind in verschiedenen Materialien erhältlich und verändern teilweise beim Feuern ihren Widerstand. Misst man nun bei Raumtemperatur (etwa 20 Grad Celsius) den Widerstand ein und kennt man den Temperaturkoeffizienten des Drahtes, lässt sich daraus durch den veränderten Widerstand beim Feuern die Temperatur des Drahtes ableiten. Bei aktuellen Akkuträgern funktioniert dies meistens recht genau und schützt einen daher vor Dry Hits beim Dampfen. Für die gängigen Materialien (SS316, Ni200 und Titan) sind in den meisten Akkuträgern bereits die Temperaturkoeffizienten hinterlegt und müssen nicht manuell eingegeben werden.
    Je nach Hersteller des Wickeldrahtes können diese jedoch - durch minimal unterschiedliche Zusammensetzungen - leicht abweichen. Die Temperaturkoeffizienten von gängigen Materialien lauten: V4A = 100, V2A = 105, Titan = 350 und Ni200 = 600. Einige Drähte - wie Kanthal und NiChr haben keinen signifikanten Temperaturkoeffizient und eigenen sich somit nicht zum TC-Dampfen.
    Ein solider Kontakt mit möglichst geringen Übergangswiderständen ist die Voraussetzung für das gewünschte Ergebnis beim Temperaturdampfen. Der gefederte Pluspol und die die Gewinde vom Akkuträger und Verdampfer sollten daher regelmäßig gereinigt werden. Bei Selbstwickelverdampfern sollten die Schrauben zur Befestigung der Wickeldrähte nach dem Ausglühen zusätzlich nochmals fest angezogen werden.
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  • TPD
    TPD ist die Abkürzung für "Tabak Produkte Direktive". Die TPD - aktuell ist die TPD in Version 2 = TPD2 - regelt Produktion, Import, Verkauf (Inverkehrbringen) von Tabakprodukten, zu denen auch E-Zigaretten, Akkuträger, Verdampfer, Verdampferköpfe und Liquids (auch Basen) mit Nikotin zählen.
    Teile der TPD2 sind eher umstritten. So ist zum Beispiel die Abgabe von Flüssigkeiten mit Nikotin auf maximal 10 Milliliter und 20 Milligramm Nikotin je Milliliter und Verkaufseinheit beschränkt, wodurch viel Plastikmüll produziert wird, während zum Beispiel Toilettenreiniger - mit deutlich schädlicheren Auswirkungen - frei verkäuflich ist.
    Auch muss jeder Importeur von E-Zigaretten diese in einem aufwendigen Verfahren anmelden und dann sechs Monate warten, bevor er diese verkaufen darf. In dieser Wartezeit findet allerdings keine (!) Prüfung oder ähnliches statt, es handelt sich um eine reine Wartezeit.
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  • Traditionelle Base
    Als Traditionelle Base bezeichnet der Dampfer ein Basisliquid (mit und ohne Nikotin) mit einem Mischungsverhältnis von 55 % Propylenglycol (PG), 35 % Vegetable Glycerin (VG) und 10 % Wasser. Diese Basis ist für nahezu alle Verdampfer geeignet und transportiert dabei gut den Geschmack der hinzugefügten Aromen, erzeugt jedoch nicht ganz so dichte Dampfwolken.
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  • Tröpfelverdampfer
    Als Tröpfelverdampfer bezeichnet man einen Verdampfer ohne Tank. Das zu verdampfende Liquid im Tröpfelverdampfer wird - je nach Modell - entweder durch das Drip Tip, oder durch das Öffnen der Verdampferkammer auf den Liquidträger (meistens naturbelassene Baumwollwatte) getröpfelt. In der Verdampferkammer steht meistens genug Platz zur Verfügung um auch spezielle und abenteuerliche Wicklungen zu verwirklichen, die sonst nicht möglich sind. Mit der entsprechenden Wicklung und Zusammensetzung des Liquids entstehen oftmals riesige Dampfwolken.
    Tröpfler eignen sich besonders gut um Liquid in kleinen Mengen zu testen: Dies ist natürlich besonders interessant, wenn man Liquid selber mischt und während dem Mischvorgang den Geschmack testen möchte.
    Allerdings steigt bei einem Tröpfler die Gefahr diesen leer zu dampfen, wodurch der Liquidträger verbrennen kann und schädliche Verbrennungsprodukte eingeatmet werden können. Meistens werden Tröpfelverdampfer - auf Grund der speziellen Einsatzgebiete - von fortgeschrittenen Dampfern verwendet.
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  • Tröpfler
    Siehe Tröpfelverdampfer.

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