Dampfer-Lexikon der Fachbegriffe | Buchstabe N


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  • Nichtraucher
    In der Regel darf man sich als Nichtraucher bezeichnen, wenn man in den vergangenen zwölf Monaten keine tabakhaltigen Rauchwaren - wie Zigaretten, Zigarillos, Zigarren und Shishatabak - konsumiert hat. Diese Definition kann gerade bei Abschluss von Versicherungen wichtig werden: Gibt man sich als Nichtraucher aus und stellt die Versicherung nachträglich fest, dass in diesem Zeitraum doch geraucht wurde, kann der Vertrag wegen arglistiger Täuschung angefechtet werden. Es empfiehlt sich vorab die Bedingungen der Versicherung durchzulesen, da diese zwölf Monate nicht "in Stein gemeißelt" sind.
    Dies gilt natürlich auch für Dampfer, die von der Tabakzigarette auf die E-Zigarette umgestiegen sind: Auch, wenn sie ab diesem Moment dampfen, gelten sie per Definition erst nach einem Jahr als Nichtraucher.
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  • Nikotin
    Nikotin ist ein optionaler Bestandteil in den Liquids der Dampfer. Es ist ein Alkaloid, welches in Nachtschattengewächsen - wie der Tabakpflanze - gebildet wird um sich vor Fressfeinden zu schützen. Während die Konzentration von Nikotin in der Tabakpflanze bei bis zu 7,5 % liegt, kommt es in anderen Nachtschattengewächsen wie Kartoffeln, Auberginen und Tomaten, nur in wesentlich geringerer Konzentration, vor.
    Nikotin ist wasserlöslich und bei Zimmertemperatur eine farblose, ölige Flüssigkeit. Unter Lichteinwirkung und Lufteinwirkung verfärbt es sich jedoch in kurzer Zeit leicht bräunlich - ein Prozess, den Selbstmischer von ihren Liquids mit Nikotin kennen.
    Beim Rauchen einer Tabakzigarette gelangt das Nikotin innerhalb weniger Sekunden ins Gehirn, beim Dampfen dauert dieser Vorgang etwa zehn Minuten - ein Grund, warum Dampfer eher dazu neigen, öfters einen Zug aus der E-Zigarette zu nehmen. Nikotin hat bei Rauchern eine Halbwertzeit von etwa 30 Minuten (Nichtraucher etwa 2 - 3 Stunden), das heißt, das Nikotin wird im Körper von Rauchern nach zirka 30 Minuten zur Hälfte abgebaut. Für eine weitere Halbierung der Konzentration benötigt es dann weitere 30 Minuten, usw.
    Nikotin ist ein Gift, genauer gesagt ein Nervengift (zumindest in hohen Dosen). Laut neueren Studien kann es ab einer Konzentration von über 500 mg für Menschen lebensgefährlich werden. In geringen Mengen hat Nikotin jedoch eine stimulierende Wirkung: Es verengt die Blutgefäße und beschleunigt der Herzschlag, wodurch es zu einem erhöhten Blutdruck kommt. Dadurch ergibt sich eine kurzfristige Leistungssteigerung und ein verminderter Appetit. Bei mittlerer Dosierung kommt es zu einer entspannenden Wirkung, bei einer hohen Dosierung kann das Nervensystem blockiert werden. Bereits bei einer geringen Überdosierung kommt es meistens zu einer Übelkeit und Erbrechen.
    Zu einer Nikotinabhängigkeit kommt es durch die zeitnahe Ausschüttung von Dopamin bei Rauchern. Bereits wenige Zigaretten reichen aus, damit eine Nikotinabhängigkeit entstehen kann. Bei Dampfern ist diese Gefahr um ein vielfaches geringer.
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  • Nikotinbasis
    Mit dem Begriff Nikotinbasis meint der Dampfer ein Liquid, welches bereits Nikotin, aber keine Aromen enthält. Die Nikotinbasis wird dann zum Selber mischen verwendet, indem noch Aromen hinzugefügt werden. Hat die Nikotinbasis 3 mg Nikotin, sprechen Dampfer auch von einer 3er-Basis, hat sie 18 mg Nikotin, wird sie als 18er-Basis bezeichnet. Die Zahlen geben also die Stärke in mg (Milligramm) je ml (Milliliter) Liquid an.

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