Dampfer-Lexikon der Fachbegriffe | Buchstabe D


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  • Dampfen
    Mit Dampfen umschreibt man die Tätigkeit, mittels E-Zigarette ein flüssiges Liquid in einem Verdampfer unter der Zuführung von Strom aus einem Akku in Dampf umzuwandeln. Dieser Dampf wird dann vom Dampfer inhaliert. Im Gegensatz zum Rauchen geschieht dies bei einer wesentlich geringeren Temperatur, und es findet kein Verbrennungsprozess (wie beim Rauchen einer Tabakzigarette, Zigarre, Pfeife oder Shisha) statt. Durch den fehlenden Verbrennungsprozess ist Dampfen sehr, sehr viel weniger schädlich als Rauchen.
    Neuste, anerkannte Studien aus Großbritannien bestätigen dem Dampfen eine mindestens (!) 95 % weniger schädliche Wirkung als dem Rauchen. Es gibt sogar noch mehr als 150 weitere Studien, die zu einem ähnlichen Ergebnis kommen.
    Der englische Begriff für das Dampfen - also Vape - wurde vom Oxford Dictionary als Wort des Jahres 2014 ausgezeichnet.
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  • Dampfer
    Als Dampfer bezeichnet man Personen, die den Dampf einer E-Zigarette inhalieren. Laut neusten Studien sind die meisten Dampfer von der Tabakzigarette umgestiegen und konnten dadurch den Konsum von Tabakzigaretten stark reduzieren, oder vielfach sogar komplett beenden. Dampfer, die vorher Nichtraucher waren, gibt es hingegen laut diesen Studien so gut wie gar nicht. Der Gateway-Effekt - wie von Gegnern des Dampfens gerne angeführt - ist also (auf Grund der vielen erfolgreich umgestiegenen Raucher) absolut zu vernachlässigen.
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  • Depot
    Depots finden heutzutage kaum noch Verwendung. Bei einem Depot handelt es sich um ein mit Watte befülltes Behältnis (meistens Mundstück), welches das Liquid speichert. Diese kamen in den Anfangszeiten oft in den kleineren E-Zigaretten zum Einsatz, die die Optik einer normalen Tabakzigarette nachgeahmt haben. Dieses Depots waren meistens nur für den einmaligen Gebrauch geeignet und konnten nicht nachgefüllt werden. Heute findet man an den E-Zigaretten in den meisten Fällen Tanks, die auch eine wesentlich größere Menge Liquid aufnehmen können.
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  • Diacetyl
    Bei Diacetyl handelt es sich um eine organisch-chemische Verbindung, die einen sehr intensiven Geruch und Geschmack nach Butter hat. Diese Verbindung findet daher auch Verwendung in Aromen, die einen Buttergeschmack nachahmen möchten.
    Negative Schlagzeilen machte das Diacetyl, weil man in ihm einen Auslöser einer ziemlich seltenen Atemwegskrankheit (Bronchiolitis obliterans) sah, die vermehrt bei Mitarbeitern einer amerikanischen Popcorn Fabrik auftrat, in denen das Aroma in größeren Mengen eingesetzt wurde - wodurch auch die umgangssprachliche Bezeichnung der Krankheit als Popcorn Lunge stammt.
    In den USA wurden bei Untersuchungen Ende 2015 in 39 von 54 Liquids Diacetyl gefunden, wodurch diese Schreckensmeldung auch durch deutsche Medien geisterte (zum Beispiel "Popcorn Lunge: So schädlich sind E-Zigaretten"). Dort wurde dann eine Gefahr beschrieben, die bei genauerem Hinsehen keine ist: Denn Diacetyl findet sich auch - in erheblich höherer Konzentration - in normalen Tabakzigaretten wieder. Und selbst bei Tabakzigaretten liegt der Anteil deutlich unter den vorgeschriebenen Grenzwerten. Nun gelten Zigaretten wirklich aus Auslöser vieler Krankheiten, die Popcorn Lunge zählt aber nicht hierzu.
    Zudem reduzieren Raucher, die aufs Dampfen umsteigen das Risiko nochmals, da die Konzentration des gefundenen Diacetyls in den Liquids - wie geschrieben - erheblich geringer als bei Tabakzigaretten ist.
    Deutsche Dampfer (die ihr Liquid auch in Deutschland kaufen), müssen sich noch weniger Sorgen machen: Fast alle deutschen Hersteller von Liquids verzichten seit langem - in den meisten Fällen schon immer - auf den Einsatz von Aromen, die Diacetyl enthalten. Die von uns angebotenen Liquids von Liquid-NRW und Zazo sind natürlich zu 100 % frei von Diacetyl. So viel also zu den Meldungen in der Presse vom "gefährlichen Dampfen" und den Liquids, die für die Entstehung der Popcorn Lunge verantwortlich sind.
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  • Direct Lung
    Direct Lung ist die englische Umschreibung für das Lungendampfen: Der Dampf wird also direkt in die Lunge inhaliert und nicht vorher im Mund gesammelt.
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  • DIY
    DIY ist die Abkürzung für Do it yourself.
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  • DKFZ
    DKFZ ist die Abkürzung für Deutsches Krebsforschungszentrum.
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  • DL
    DL ist die englische Abkürzung für Direct Lung.
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  • Do it yourself
    Do it yourself bedeutet in Deutsch "tu es selbst" und wird nicht nur bei Dampfern, sondern auch in anderen Bereichen verwendet. Bei Dampfern steht Do it yourself (Abkürzung DIY) für das Selber mischen von Liquids und das Selbstwickeln von Heizdrähten zu Wicklungen. Der Vorteil ist, dass Liquid und Wicklung individuell auf den eigenen Geschmack angepasst werden kann.
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  • Docht
    Analog zu dem Docht einer Kerze transportiert der Docht in der E-Zigarette das Liquid zur Wicklung im Verdampfer. Als Docht in E-Zigaretten werden zum Beispiel Watte, Silikatschnur oder ein Edelstahlsieb verwendet. Teilweise verwenden Dampfer auch den englischen Ausdruck Wick.
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  • Drip Tip
    Das Mundstück an E-Zigaretten wird Drip Tip genannt. Über dieses wird der Dampf inhaliert, der vom Verdampfer erzeugt wird. Drip Tips haben in der Regel einen 510er Anschluss - neuerdings auch immer öfter 810er Anschluss - ohne Gewinde und werden einfach auf die E-Zigarette aufgesteckt. Ein oder zwei Dichtungsringe am unteren Ende des Drip Tips sorgen dabei für einen festen Sitz.
    Sie werden meistens aus Edelstahl, Aluminium oder Kunststoff hergestellt, es gibt aber auch Modelle aus Holz. Neben der Wärmeleitfähigkeit des verwendeten Materials beeinflusst auch die Länge des Drip Tips die Temperatur des inhalierten Dampfes - je länger, desto kühler wird der Dampf.
    Die Reinigung erfolgt einfach mittels klarem, heißem Wasser und einem Papier Küchentuch. Auch ein Pfeifenreiniger mit kleinen Bürsten ist gut für die Reinigung geeignet.
    Neben der Beeinflussung der Dampfeigenschaften kann ein Drip Tip auch aus optischen Gesichtspunkten ausgetauscht werden, denn sie gibt es in vielen Farben und Formen.
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  • Driper Base
    Als Driper Base bezeichnet der Dampfer ein Basisliquid (mit und ohne Nikotin) mit einem Mischungsverhältnis von 30 % Propylenglycol (PG), 70 % Vegetable Glycerin (VG) und 0 % Wasser. Diese Basis ist für "größere" Verdampfer geeignet und transportiert dabei den Geschmack der hinzugefügten Aromen nicht so gut, erzeugt jedoch dichte Dampfwolken. Einfache Verdampfer können - bei mehreren schnellen Zügen hintereinander - mit dieser Basis eventuell Probleme mit dem Liquidnachfluss bekommen und dadurch kokeln.
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  • Dry Burn
    Der Dry Burn umschreibt einen Versuch, eine verschlissene Heizwendel noch weiter verwenden zu können. Die Verdampferköpfe mit den verbauten Wicklungen sind Verschleißteile: Abhängig vom verwendeten Liquid und den verwendeten Temperaturen halten sie in der Regel etwa 2 - 6 Wochen. Während der Benutzung setzen sich nach und nach immer mehr Rückstände der Aromen an der Heizwendel ab (besonders stark bei dunklen und stark gesüßten Liquids), bis diese vollständig mit einer Schicht bedeckt ist. Daher wird im Laufe der Zeit die Dampfentwicklung immer geringer und der Geschmack des Liquids lässt nach.
    Beim Dry Burn wird die Heizwendel freigelegt (und idealerweise der Docht entfernt) und ohne Liquidzufluss mehrmals für wenige Sekunden zum Glühen gebracht. Durch die hohe Hitzeentwicklung (die Kühlung durch das Liquid fehlt ja) werden dann meistens die Liquidrückstände abgesprengt.
    Ein Dry Burn ist nicht zwangsläufig von einem Erfolgserlebnis gekrönt: Es besteht durchaus die Gefahr, dass die Wicklung dabei durchbrennt. Da ein Dry Burn jedoch meistens der letzte Versuch ist, einen verbrauchten Verdampferkopf noch mal zu reanimieren, ist es sicherlich einen Versuch wert. Teilweise schmeckt ein so behandelter Verdampferkopf einige Züge etwas verbrannt, dieser Geschmack vergeht jedoch meistens und der Verdampferkopf kann noch eine Weile verwendet werden.
    Der Dry Burn stammt noch aus der Anfangszeit des Dampfens, als die Verdampferköpfe sehr teuer und nur schwer erhältlich waren. Bei den heutigen Preisen von 1,50 Euro - 3,00 Euro je Verdampferkopf lohnt dieser Aufwand meistens nicht mehr.
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  • Dry Hit
    Der englische Ausdruck Dry Hit beschreibt den Umstand wenn der Docht in der Wicklung ansengt, weil dieser nicht mehr mit (genug) Liquid versorgt wird. Das Liquid sorgt normalerweise für eine Kühlung der Heizwendel. Fließt kein - oder nur wenig - Liquid mehr nach, kann sich die Heizwendel auf Temperaturen von über 300 Grad Celsius erhitzen und dabei den Docht (zum Beispiel organische Watte) verbrennen. Vermeiden kann man diesen Dry Hit indem man sicherstellt, dass sich im Liquidtank immer genug Liquid befindet. Zusätzlich sollte man dem Docht in einem neu installierten Verdampferkopf immer genug Zeit geben sich mit Liquid zu sättigen.
    Im Deutschen wird auch statt Dry Hit der Begriff "Kokeln" verwendet.
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  • Dual Coil
    In einem Verdampferkopf mit Dual Coil sitzen zwei Wicklungen statt einer Wicklung. Dual Coils entwickeln - bedingt durch die größere Oberfläche - meistens mehr Geschmack und Dampf gegenüber einer vergleichbaren Single Coil. Dabei steigt aber auch der Verbrauch an Liquid, und die Akkulaufzeit verkürzt sich.

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