Dampfer-Lexikon der Fachbegriffe | Buchstabe A


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  • Aerosol
    Bei einer normalen Tabakzigarette wird Tabak verbrannt wodurch der Rauch entsteht. Im Gegensatz zur Tabakzigarette entsteht bei einer E-Zigarette nur Dampf, da hier kein Verbrennungsprozess stattfindet. Dieser Dampf wird von Dampfern oftmals Aerosol genannt. Aerosol ist ein Kunstwort aus dem Lateinischen und zusammen gesetzt aus den Wörtern aer (= Luft) und solutio (=Lösung). Per Definition handelt es sich bei Aerosol um eine Mischung aus flüssigen und festen Schwebeteilchen in einem Gas.
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  • AFC
    AFC ist die englische Abkürzung für Airflow Control.
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  • Airflow Control
    Mit Airflow Control meint der Dampfer eine einstellbare Luftzufuhr am Verdampfer. Mittels einem Stellring kann die Luftzufuhr (meistens) stufenlos geregelt werden und somit der Zugwiderstand auf die persönlichen Vorlieben eingestellt werden. Statt einem Stellring kommen teilweise auch kleine Schrauben zum Einsatz, mit denen sich die Luftmenge regulieren lässt.
    Ist die Airflow Control geschlossen, fließt nur wenig Luft durch den Verdampfer und der Dampf ist konzentrierter, wodurch ein intensiverer Geschmack entsteht. Diese Einstellung wird häufig von Backendampfern bevorzugt. Ist die Airflow Control hingegen geöffnet, fließt mehr Luft durch den Verdampfer, wodurch größere Dampfwolken, jedoch weniger Geschmack entsteht. Diese Einstellung verwenden eher Lungendampfer.
    Natürlich sind auch Zwischenstufen möglich, wodurch jeder Dampfer seine persönlich passende Einstellung finden sollte.
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  • Akku
    Akku ist die Abkürzung für Akkumulator. Der Akku liefert die elektrische Energie die benötigt wird, um über die Heizwendel im Verdampfer das Liquid zu verdampfen. Gegenüber Batterien lassen sich Akkus wieder aufladen und somit mehrfach verwenden. In E-Zigaretten werden fast ausschließlich moderne Lithium-Ionen Akkus verwendet, da sie sich durch eine hohe Energiedichte im Bezug zur Größe auszeichnen. Ein Memory-Effekt - wie bei älteren NiMH-Akkus - gibt es bei Li-Ion Akkus nicht, dafür reagieren sie jedoch empfindlicher auf Wärme und Kälte beim Laden. Die Kapazität von Akkus wird in Milliamperestunden (Abkürzung mAh) angegeben.
    Als Akkus bei E-Zigaretten begegnen uns im wesentlichen zwei Typen: Zum einen spezielle oder fest verbaute Akkus, die nur zu einem oder wenigen Typen von E-Zigaretten passen. Zum Zweiten handelsübliche Akkuzellen, die in einen Akkuträger / Gehäuse eingesteckt werden und nicht nur speziell für den Betrieb in E-Zigaretten gebaut werden. Bei diesem zweiten Typ setzt sich aktuell eine Zelle mit dem Typ 18650 durch, da sie bei kompakten Ausmaßen eine hohe Energiedichte bietet.
    Beim Dampfen und speziell beim Sub-Ohm Dampfen ist darauf zu achten, dass die verwendete Akkuzelle einen ausreichend hohen Entladestrom zur Verfügung stellen kann!
    Die Haltbarkeit eines Akkus kann durch Art und Weise des Ladevorgangs beeinflusst werden: Wird ein Akku ständig per Schnellladung ohne intelligentes Ladegerät aufgeladen, wird er nicht so eine lange Lebensdauer haben wie ein Akku, der immer mit einem intelligenten Ladegerät schonend mit 300 - 500 mA aufgeladen wird. So lässt sich die Lebensdauer eines Akkus deutlich steigern.
    Als Ladezyklus wird die vollständige Ladung eines Akkus von 0 % auf 100 % bezeichnet. Ein Ladezyklus erfolgt nicht zwingend mit einem Ladevorgang, so entspricht eine zweimalige Aufladung von 50 % auf 100 % ebenfalls nur einem Ladezyklus. Die längste Lebensdauer mit einem Li-Ion Akku wird erreicht, wenn der Ladestand immer im Bereich von 40 % - 80 % liegt - was natürlich nicht besonders praktikabel und praktisch ist. Eine komplette Entladung eines Akkus sollte jedoch vermieden werden und wird im Allgemeinen auch von einem Schutz in der Elektronik der E-Zigarette vermieden.
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  • Akkumulator
    Siehe Akku.
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  • Akkuträger
    Als Akkuträger bezeichnet man ein Gehäuse für einen auswechselbaren Akku (teilweise auch mehrere Akkus). Im Gehäuse befindet sich in den meisten aktuellen Akkuträgern eine Steuerung und oftmals eine LED-Anzeige oder ein OLED-Display, auf dem die eingestellten Werte wie Volt, Ohm, Watt und teilweise Temperatur abgelesen werden können. Wichtig ist, dass der Akkuträger sichtbare oder versteckte Entgasungslöcher hat.
    Hat der Akkuträger eine verbaute Elektronik zum Einstellen und Regeln von Volt, Watt oder Temperatur, spricht man von einem geregelten Akkuträger. Fehlt diese Elektronik spricht man von einem ungeregelten Akkuträger oder auch mechanischen Akkuträger.
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  • Akkuzelle
    Siehe Akku.
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  • All Day Vape
    Mit "All Day Vape" bezeichnet der Dampfer ein Liquid, welches er persönlich als so angenehm empfindet, dass er es jeden Tag dampft oder dampfen könnte. Gegenüber einer Tabakzigarette gibt es beim Dampfen die Auswahl aus Liquids mit mehreren hundert Geschmacksrichtungen. Einige Liquids sind jedoch sehr ausgefallen und haben nur schlechte Chancen zu einem All Day Vape Liquid zu werden: So gibt es beispielsweise die Geschmacksrichtungen Kuhmist (kein Witz), Sekt und Rum, die man sicher nicht tagtäglich dampfen möchte. Ein All Day Vape Liquid hat dagegen meistens einen neutraleren und dezenteren Geschmack.
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  • All-in-One
    Als All-in-One bezeichnet man E-Zigaretten, bei denen der Akkuträger und der Verdampfer eine Einheit bilden, die nicht getrennt werden kann. Eine weitere Bezeichnung für All-in-One Geräte ist Hybrid. Ein Vorteil dieser Geräte ist, dass der Verdampfer (meistens) nicht über den Akkuträger hinaus steht: Die All-in-One E-Zigaretten sind dadurch meistens kompakter, als die Kombination aus einem einzelnen Akkuträger mit einem aufgeschraubten Verdampfer, wodurch sie sich leichter in der Hosentasche transportieren lassen. Ein Nachteil von All-in-One Geräten, die nicht über einen austauschbaren Akku verfügen ist, dass (zumindest) der Tank des Hybriden bei einem Defekt des Akkus mit entsorgt wird.
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  • Aroma
    Das Aroma wird dem Basisliquid hinzugefügt um den fast geschmacklosen Dampf des Basisliquids mit Geschmack zu versehen. Dabei werden Aromen aus der Lebensmittelindustrie verwendet. Wichtig ist, dass diese Aromen weder Öle noch Zucker enthalten, da dies die Heizwendel des Verdampfers beschädigen kann. In den meisten Fällen wird dem Basisliquid nicht nur ein Aroma hinzugegeben, sondern eine Mischung von mehreren Aromen. Die verwendete Dosierung liegt meistens zwischen 1 - 5 %. Da PG ein guter Geschmacksträger ist (der aber weniger Dampf erzeugt), ist die Dosierung hier eher geringer als in fertigen Liquids mit einem hohen Anteil an VG (mehr Dampf aber weniger Geschmack). Aromen sollten niemals pur gedampft werden!
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  • AT
    AT ist die Abkürzung für Akkuträger.
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  • Atomizer
    Der Atomizer ist der wichtigste Bestandteil des Verdampfers und wird auch Verdampferkopf genannt. Aus dem Englischen übersetzt bedeutet Atomizer "Zerstäuber". Im Atomizer befindet sich die Wicklung aus einem Heizdraht und der Wick, der das Liquid zu dieser Heizwendel transportiert. Dort wird das Liquid dann verdampft und der Dampf kann über das Drip Tip (Mundstück) vom Dampfer inhaliert werden.
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  • Automatikakku
    Als Automatikakku bezeichnet man einen Akku, bei dem kein Taster verbaut wurde, sondern ein Unterdruckschalter, der beim Ziehen am Mundstück ausgelöst wird. Man spricht dann auch von einem Zugsensor, durch den der Stromkreis geschlossen wird. Diese Technik kam vor allem bei den E-Zigaretten der ersten Bauart vor. Eine Zeit lang wurden kaum noch Automatikakkus verbaut, statt dessen befand sich am Akku oder Akkuträger ein Feuertaster.
    Stand 2018 werden wieder deutlich mehr kleinere E-Zigaretten gebaut, bei denen auch wieder Automatikakkus verwendet werden. Die neuen Versionen der Automatikakkus arbeiten dabei deutlich zuverlässiger wie die in der ersten Generationen und stehen - im Bezug auf Zuverlässigkeit - normalen Feuertastern nicht nach.

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