In den französischen Medien gibt es einen Apell von 100 Ärzten

19.11.2013 11:17 von Markus Thiesen

In den französischen Medien gibt es einen Apell von 100 Ärzten. Ihr Anliegen ist es, die E-Zigarette nicht als Medizinprodukt verkümmern zu lassen, sondern sie den Rauchern zu empfehlen.

http://www.leparisien.fr/societe/l-appel-de-100-medecins-en-faveur-de-la-cigarette-electronique-15-11-2013-3317849.php

Übersetzung:

Tabakologen*, Pneumologen, Suchtexperten, Kardiologen ... Es sind 100 Mediziner, die sich in unserer Zeitung heute mit einem Appell für die elektronische Zigarette einsetzen. "Viele Raucher würden die e-Zigarette gern ausprobieren. Aber sie werden dann von den im Umlauf befindlichen Bedenken davon abgehalten. Als Ärzte möchten wir ihnen sagen: Tun Sie es, es besteht keine Gefahr", sagt Philippe Presles, Tabakologe und Gründer der Initiative.

Die Bedenken? Die von der Zeitschrift "60 Millionen Verbraucher" aufgeworfenen Bedenken führen Ungenauigkeiten bei der Kennzeichnung an und dass e-Zigaretten "nicht so unschädlich" seien, sondern "potentiell krebserregende Verbindungen" abgeben könnten.

Sicher ist, dass in der Risiko-Skala die elektronische Zigarette weit weniger gefährlich als Tabak, Alkohol, fetthaltige oder zuckerhaltige Lebensmittel ist. "Jeder zweite Raucher stirbt an durch Tabak verursachten Krankheiten", sagt Philippe Presles, Autor von "Die elektronische Zigarette: Endlich eine Methode, einfach mit dem Rauchen aufzuhören ".

Eine gute Möglichkeit zur Entwöhnung

Auch der Unterzeichner Dr. Hervé Pegliasco, Onkologe an der Europa-Klinik in Marseille (Bouches-du-Rhône), möchte die Zahl der Patienten senken, die nie in der Lage waren, ihre letzte Zigarette auszudrücken. "Diese Menschen hier haben Krebs und für sie ist es zu spät. Ich möchte allen anderen raten, den Krebs mit Hilfe der elektronischen Zigarette als Raucherentwöhnung fernzuhalten. "

Aus seiner Praxis heraus zieht Dr. Philippe Presles sein Fazit. "Etwa einem Drittel der Raucher reicht die E-Zigarette aus, um das Buch des Tabakkonsums zuzuschlagen. Für ein weiteres Drittel ist es erforderlich, zusätzlich Nikotinpflaster zu verwenden, bei diesen dauert der Prozess länger. Aber dies ist das erste Mal, dass ich den Patienten helfen kann, aufzuhören, indem ich ihnen ihre Vorstellung von Vergnügen lassen kann", sagt jemand, der weniger als 10% Erfolg mit Nikotin-Ersatz verzeichnen konnte.

Dr. Bertrand Dautzenberg, Autor eines Berichts an das Ministerium für Gesundheit, hat nicht signiert. Der Lungenfacharzt, Präsident des l'Office français du tabac, ist jedoch der Auffassung, dass "für Raucher die Risikoreduktion beträchtlich ist".
"Die potenziell krebserregenden Verbindungen existieren, aber in einer unendlich kleinen Dosis, nicht mehr als in einer Tasse Kaffee. Die e-Zigarette wird aber nie ein völlig sicheres Produkt sein, weil sie Reizstoffe enthält", sagt er.

Anmerkung:
*Ein Tabakologe (frz. tabacologue) ist in Frankreich und Belgien ein lizenzierter Spezialist, der Menschen mit Nikotinsucht beim Entzug hilft. Diese Sonderausbildung in "Tabakologie" findet man bei Psychologen und Ärzten (besonders Lungenspezialisten).


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