Ich bin der Neue - ich schreibe jetzt öfters

02.11.2016 19:59 von Michael Nonn

Seit Juni 2016 bin ich nun mittlerweile in meinem Traumjob - beim eDampf-Shop - tätig und habe mir lange überlegt, wie ich nun am besten meinen ersten Blogpost schreibe?!?

Am sinnvollsten erschien mir eine Vorstellung meiner Person und eine kurze Einführung, wie ich eigentlich zum Rauchen und - im Anschluss - zum Dampfen mit der E-Zigarette gekommen bin. Ich werde in diesem Blog ausschließlich "duzen" und hoffe, damit niemanden zu nahezutreten. Für mich würde sich ein "Sie" in einem Blog aber falsch anfühlen, zudem handhabe ich dies bereits seit etwa 17 Jahren in allen von mir erstellten Blogs so.

 

1974: Jung und frei von allen Sorgen als Hardcore RaucherIch heiße Michael, bin 44 Jahre jung und habe etwa 24 Jahre lang bis zu 60 Zigaretten täglich geraucht. Meine Kindheit und Jugend waren geprägt von rauchenden Verwandten und Bekannten um mich. Damals - in den guten, alten 80er Jahren - war es noch absolut salonfähig zu Rauchen. Niemand verließ die Wohnung um genüsslich seinem stinkenden Laster zu frönen und auch meine Eltern - damals noch Raucher - handhabten dies so. Passivrauchen war in der öffentlichen Wahrnehmung noch kein Thema.

Unvergessen sind mir die Partys mit Nachbarn und Bekannten in unserem Wohnzimmer, bei denen eigentlich alle der Anwesenden rauchten: Teilweise bis zu 20 Personen auf etwa 16 Quadratmeter! Etwa ein mal in der Stunde wurde dann die Balkontüre für ein oder zwei Minuten aufgerissen und gelüftet und der Aschenbecher geleert. Der Effekt? Kaum spürbar!

Gerade im Winter hieß es dann immer: "es sind schon viele erfroren, aber noch keiner an seinem Mief erstickt". Naja, heute wissen wir es immerhin besser.

Ebenfalls unvergessen sind mir die Fahrten in unserem VW Käfer, der kleine Michael (also ich) etwa neun oder zehn Jahre alt, frei sitzend auf der Durchführung für den Auspuff (war immer so schön warm), Gurte gab es natürlich auch noch nicht. Ich saß also hinten und von vorne links kam mir der Duft Mief von Reval ohne Filter, von vorne rechts der Qualm von Ernte 23 entgegen. Ausgestattet mit einem Senso (siehe Wikipedia) - die älteren von euch werden ihn wahrscheinlich kennen - nach unten auf meinen Senso blickend fühlte ich die Übelkeit hochkommen. Ob es ausschließlich am Qualm lag, vermag ich heute nicht mehr zu sagen. Ich ließ also schon mal verlauten, dass ich dann gleich brechen müsste und meine Mutter kurbelte das Fenster runter, um das Schlimmste abzuwenden. Mein Vater rief "Gummimatte! Nimm die Gummimatte!" was ich dann auch versuchte. Allerdings hielt diese den Massen bei weitem nicht stand.

1982: Für mich stand fest, dass ich niemals rauchen werde...Heulend stellte ich für mich fest "Ich werde NIEMALS RAUCHEN!!!".

Die Jahre (und meine Jugend) zogen langsam aber stetig an mir vorbei, erste Freundinnen kamen und gingen, und im Alter von 18 - damals wieder auf der Suche nach dem weiblichen Geschlecht - war ich öfters mittwochs Abends in unserer hiesigen Discothek "Bisquithalle" unterwegs. Bier gab es dort von 20 bis 21 Uhr umsonst und kostete danach eine (1) DM! Und so leicht angesäuselt - das waren ja meine ersten (ernsthaften) Erfahrungen mit Alkohol - kam es immer häufiger vor, dass ich dort eine Kippe in der Hand hielt. Am Anfang noch geschnorrt von anderen, nach einigen Wochen schon meine eigenen und nach etwa zwei Monaten auch nicht mehr ausschließlich in der Disco. Natürlich waren die ersten Packungen - erst Marlboro, dann Lucky Strike - noch sehr unangenehm und wurden eher gepafft, als geraucht. Aber man ist ja lernfähig! Wobei bei mir diese Phase etwas länger dauerte: Bitte nicht lachen, aber am Anfang habe ich den Dampf nicht in die Lunge inhaliert, sondern in den Magen geschluckt. Wenn ich also am Anfang heimlich in meiner Ausbildung auf der Toilette mal wieder Rauch schlucken ging, sorgte ich beim Aufstoßen im Büro danach für Lacher, wenn bei einem kleinen Bäuerchen - wegen der geschluckten Luft - Rauch mit hoch kam - und ja, das klappt wirklich. Also nahm sich mein damaliger Abteilungsleiter meiner an und zeigte mir, wie es richtig geht. So kam es, dass ich nicht mehr heimlich, sondern offiziell im Büro rauchte, wie alle anderen auch - Nichtraucherschutz gab es zu der Zeit ja noch nicht. Meine "Bäuerchen" waren aber noch auf Monate der Running Gag.

Meine Eltern wussten zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass ich rauche. Dann aber kam der Sonntagmorgen, an dem ich das erste Mal auch zu Hause Lust nach einer Fluppe bekam und selbst keine da hatte. Ich also hin zu meinem Vater, der mir auch - leicht verwundert - eine seiner Reval ohne Filter gab. Und da war wieder das Problem: Niemand zeigte mir, wie es richtig ging. Meine Rauchtechnik war - sagen wir mal - sehr nass, kein Filter bedeutete also, dass das Papier sich auflöste und mir bei einem festen Zug der ganze trockene Tabak in den Hals kam. E-kel-haft!

2000: Blond gefärbt und lässig mit Lucky Strike in der Hand...Weitere Jahre vergingen und von anfangs 5 bis 10 Zigaretten täglich war ich mittlerweile bei etwa 20 bis 25 Zigaretten angekommen. Aufhören war für mich aber noch kein Thema. Das Thema Rauchen bekam so langsam einen negativen Touch und man hörte immer mehr von Nichtraucherschutz. Zu dem Zeitpunkt rauchte ich immerhin schon nicht mehr, wenn ich mit meiner Tochter im Auto unterwegs war und vermied dies auch in geschlossenen Räumen, wenn sie dabei war.

Bei einem Besuch in einem Indoor-Spielplatz - dort gab es immerhin mittlerweile abgetrennte Raucher-Räume - hatte ich ein Erlebnis, welches mir das erste Mal die Lust am Rauchen vermieste. Ich saß also in diesem Raucher-Raum mit etwa 15 anderen - alles Mütter - und quartzte gemütlich vor mich hin. Da sah ich in einer Ecke eine Mutter sitzen, die einen Säugling mit der Brust am stillen war - mitten in dem Rauch und zusätzlich mit einer Kippe in der Hand! Ich hätte explodieren können, aber war ich viel besser? Ich rauchte doch selber hier. Dieses Erlebnis ließ mich die nächsten Stunden aber nicht mehr los. Also verkündete ich meiner Tochter auf der Rückfahrt "Papa wird jetzt weniger rauchen und bald ganz aufhören". Mit diesem "Versprechen" wollte ich mir einen gewissen Druck aufbauen, ein Versprechen an meine damals nicht mal dreijährige Tochter. Die Erinnerung an das Erlebnis verblasste aber recht schnell und ich beließ es dabei, in geschlossenen Räumen mit ihr nicht zu rauchen.

Weitere Zeit verging und ich lernte meine heutige Partnerin kennen - eine Nichtraucherin. Mittlerweile merkte ich immer häufiger den Gestank an den Klamotten, den Nikotinfilm auf allen Gegenständen in der Wohnung und es nervte mich wirklich. Zugegeben hätte ich dies aber nie. Auch die Sticheleien "riechst du das nicht?" nervten mich, aber auch das konnte ich nicht zugeben. Aufhören? Kein Thema für mich! Dazu muss ich sagen, dass ich zu dem Zeitpunkt ein paar - recht unmotivierte - Versuche hinter mir hatte. Länger als zwei bis drei Tage hielt ich es nicht aus.

Mittlerweile war ich auch aufs Selbstdrehen mit Tabak und Blättchen umgestiegen. Begründung nach außen: "So rauche ich weniger, da ich immer erst eine Zigarette drehen muss." Eigentlich wollte ich aber nur sparen, denn mein Verbrauch ging so langsam richtig ins Geld bei etwa 40 - 50 Zigaretten täglich. Blöd am selber drehen: Vor einer Autofahrt muss man vorab Vorrat schaffen. So saß ich eines Tages bei der ersten Fahrt in meinem neuen Audi A3 - ein nagelneues Firmenfahrzeug - fuhr auf die Autobahn und wollte mir "genüsslich" eine Selbstgedrehte gönnen. Problem: Die Kippe war mies gedreht und als ich sie leicht ans Fenster hielt (wollte ja das neue Fahrzeug nicht einnebeln) löste sich die Glut, fiel auf den Sitz, von dem ich sie in Panik mit der Hand wegfegte. Minuten vergingen, bis ich den nächsten Rastplatz erreichte - der Gestank von verbrannten Kunststoff und Stoff machten sich mittlerweile im Auto breit. Ergebnis meiner nachfolgenden Untersuchung: Ein - immerhin kleines - Loch im Sitzpolster, ein Loch in der Fußmatte und eine fette Brandblase am Handrücken. Ich war richtig sauer, hätte aber niemand (auch meiner Partnerin nicht) davon erzählen können. Das Einzige, was dann gekommen wäre "ich sag doch immer, hör damit auf!" - und das wollte ich mir schenken. Also fasste ich mal wieder den heldenhaften Entschluss endlich aufzuhören. Nachdem meine Tabakvorräte - jeder Raucher wird diese Hamsterkäufe kennen - aufgebraucht waren, versuchte ich es dann (mal) wieder. Das ich nicht durchhielt war eigentlich klar!

Aber der Wunsch aufzuhören war wirklich da. Mein nächster Versuch war mit dem Medikament Champix. Dokumentierte Nebenwirkungen von Champix: Übelkeit, Kopfschmerz, Erbrechen, Blähungen, Schlafstörungen, Benommenheit, Schwindel, abnormes Träumen, Geschmacksstörungen, Depression, Selbstmordgedanken, Selbstmord, Aggressivität und auffälliges Verhalten. Prima! Was solche Nebenwirkungen hat, wird mir garantiert helfen! Und das bisschen Pupsen stecke ich (und meine Umgebung) schon weg - ist ja für einen guten Zweck. Vorteil an Champix - und das gefiel mir sehr - man beginnt mit der Tabletteneinnahme und raucht noch weiter. Täglich soll der Zigaretten-Konsum gesenkt werden, bis zum völligen Aufhören. Da aber niemand wusste, wie viel ich am jeweiligen Tag bereits geraucht hatte, rauchte ich fast normal weiter. Der Tag der (angekündigten) letzten Zigarette kam immer näher und ich war immer noch am Rauchen. Als es dann soweit war, rauchte ich eine Zeitlang heimlich. Also zog ich mit Feuchttüchern und Kaugummis los, mit der Begründung mich mit der Klimaanlage im Auto abzukühlen - wir hatten glücklicherweise gerade Sommer mit einer echten Hitzeperiode. Vor der Fahrt nahm ich einen frischen Kaugummi, rauchte dann während der Fahrt zwei oder drei Zigaretten, danach einen frischen Kaugummi, die Hände doppelt und dreifach mit Feuchttüchern gereinigt und weiter fahren mit offenem Fenster um den Mief loszuwerden. Zu Hause dann nochmal gründlich Hände waschen und Mund spülen. Das ging auch etwa zwei Wochen gut, Champix hatte ich mittlerweile abgesetzt. Aber es war die Hölle: Der ganze Tag drehte sich um die heimlichen Momente zu rauchen! Ich hätte (noch) nicht zugeben können, es mal wieder nicht geschafft zu haben.

Also half nur eine List: Bei einem (kleinen) Streit mit meiner Partnerin nahm ich mir eine der noch vorhandenen, versteckten Zigaretten (zu dem Zeitpunkt hatte ich aus praktischen Gründen wieder Filterzigaretten gekauft) und schob ihr die Schuld zu, dass ich jetzt wieder anfangen müsste. Das war ja raffiniert! Nicht! Aber ich versprach, nur noch ganz wenig und bewusst zu rauchen - was natürlich nicht klappte. Ich versuchte es dann auch im Jahr 2010 mal mit den neuen Cigalikes, also die Dinger, die wie normale Zigaretten - sogar mit Glut - aussahen. Außer einer kurzen Akkulaufzeit, kurzen Lebensdauer, miesem Geschmack und viel Liquid im Mund hatten diese aber nichts zu bieten und halfen natürlich nicht, mit dem Rauchen aufzuhören.

Zu diesem Zeitpunkt stand für mich fest, dass ich als Raucher sterben werde, und - so komisch sich das anhört - es machte mir nichts mehr aus. Ich flüchtete mich in den Gedanken, dass meine Großtante ja auch bereits über 80 Jahre war und immer rauchte, und auch unser Altkanzler Helmut Schmidt war ja weit über 90 Jahre alt - was sollte mir also passieren? So ein bisschen Rauch konserviert doch auch, war die Devise. Aber ich merkte natürlich die Beeinträchtigungen meiner Gesundheit. Die Puste ging mir schnell aus und das Essen schmeckte immer mehr gleich (schlecht). Durch das Rauchen von Selbstgedrehten ohne Filter verfärbten sich meine Zähne immer mehr und der halbjährliche Zahnarztbesuch mit Reinigung war immer das Highlight - im wahrsten Sinne des Wortes: Hellere Zähne und fast keine dunklen Flecken an den Schneidezähnen für immerhin drei oder vier Wochen. Peinlicher waren mir jedoch die Verfärbungen am Zeigefinger und Mittelfinger der rechten Hand, die wirklich schlimm aussahen. Abwaschen ging nicht, also entwickelte ich die Technik, mit einer Werkstattseife und einem Bimsstein die Verfärbungen abzutragen. Hey, das funktioniert ja wirklich super! Nachteil der Methode: Verletzt man die Hautschicht in den tieferen Schichten, fängt es an zu bluten und brennen wie die Hölle. So stimmte ich diese brachiale Reinigung mit meinem Terminkalender ab, also Zeitpunkte, zu denen ich mit sauberen Fingern glänzen wollte. An den anderen Tagen konnte ich die Verfärbungen ja einfach verstecken - zur Not tat ich dies mit einem Pflaster. Aber Aufhören war zu dem Zeitpunkt keine Option mehr für mich.

Unvergessen sind auch die Momente im Winter Nachts um vier, wenn man aufwachte und Lust auf eine Zigarette hatte: Schlappen und Jacke an, untenrum nur die Unterhose und ab auf den Balkon (Wetterseite) - zur Not auch bei dickstem Schneefall.

Dann aber kam der Abend des 25.08.2014. Mehr zufällig entdeckte ich einen Gastbeitrag in der Zeit-Online (http://www.zeit.de/community/2014-08/elektronische-zigarette-umstieg-rauchen) von Jens Mellin (heute weiß ich, dass er der Betreiber der genialen Webseite www.rursus.de ist). Ich las diesen Beitrag und verspürte den Drang mich mehr über die neuen E-Zigaretten zu informieren, was ich dann die ganze Nacht und den darauffolgenden Tag tat. Ich las in Foren, schaute mir Videos von Philgood auf YouTube an und schaute nach einem passenden Set. Ja, ich wollte diesen Dingern noch mal eine Chance geben. Zumindest einige Zigaretten mit diesen E-Zigaretten ersetzen. Auch die nächsten Tage saugte ich alle Infos zu E-Zigaretten auf, bis ich mir am Samstag, den 30.08.2014 ein Herz fasste und im eDampf-Shop anrief und nach dem Chef verlangte. Markus Thiesen meldete sich am Telefon und ich erzählte ihm, dass ich einen Technik-Blog betreibe und mich für E-Zigaretten interessieren würde, ob er sich eine Teststellung gegen einen ehrlichen Bericht mit meinen Erfahrungen vorstellen könnte? Konnte er! Die TPD2 war damals ja noch kein Thema. Am Dienstag, den 02.09.2014 gegen Mittag hielt ich es in den Händen: mein Paket mit einem EVOD 2 Starterset, 2 x Tabak Liquid Klassik von Liquid-NRW und 1 x Meloniac von Liquid-NRW. Ich steckte mir also eine Zigarette an, setzte mich auf den Balkon und las die Anleitung. Eine weitere Zigarette folgte, nachdem ich alles zusammen gebaut hatte und die empfohlenen Minuten wartete - wollte ja dieses mal alles richtig machen!

Und dann kam der erste Zug: Ich bekam Gänsehaut und hätte heulen können - echt kein Witz! Auch wenn nach heutigen Maßstäben nur wenig Rauch Dampf aus der EVOD kam: ich fühlte, dass es nahezu perfekt war. Der neue Plan lautete: Immer, wenn die Lust nach einer Zigarette aufkommt, nehme ich mir die E-Zigarette. Wenn es gar nicht geht und die Schmacht zu groß wird, rauche ich eine Tabakzigarette. Soweit kam es aber nicht. Ich habe seitdem keine Tabakzigarette mehr angefasst. Womit ich niemals gerechnet hätte: Es war wirklich absolut kein Problem, es fühlte sich einfach gut an! Dampfen im Bett, Dampfen im Wohnzimmer und Dampfen beim morgendlichen Besuch auf der … - ach, lassen wir das. Niemals mehr kam die Lust nach einer "richtigen" Zigarette auf. Gelegenheiten (Partys) gab es danach einige. Aber selbst nach ein paar Bierchen blieb ich problemlos bei der E-Zigarette. Nach etwa einem halben Jahr habe ich dann auch meinen restlichen Tabak und Blättchen verschenkt.

Ich vermag dieses Glücksgefühl und den Stolz den ich (immer noch) verspür(t)e kaum in Worte zu fassen. ICH (!!!) hatte den Zigaretten entsagt und es war so einfach. Dazu schmeckte es auch noch und hatte eigentlich nur Vorteile. Warum hatte mir das niemand vorher gesagt?!? Meine Gesundheit verbesserte sich recht schnell, Kurzatmigkeit blieb aus, der Geruchssinn und Geschmack kamen schnell zurück. Selbst der hartnäckige Raucherhusten mit morgendlichem Abhusten von "Goldnuggets" im Waschbecken war schnell vergangen.

Aber es kam auch Wut in mir auf: Warum wurde nur so negativ über E-Zigaretten berichtet? Wenn man sich mit der Materie beschäftigt und die Quellen der negativen Berichte durchleuchtet, fühlt man sich wahrhaftig vor den Kopf gestoßen (Anfängern empfehle ich die Seite Rursus.de). Laut Statistiken verlängert sich das Leben eines Rauchers, der mit 40 Jahren aufhört zu rauchen um (im Schnitt) neun Jahre (sorry, kann die Quelle nicht mehr benennen)! Somit war meine Mission klar: Bekehre Bekannte mit sachlichen Argumenten und deinen eigenen Erfahrungen zum Dampfen. Schenke Lebensjahre! Und so konnte ich mittlerweile einige Bekannte und Freunde "bekehren", was auch - bis auf einen Fall - immer geklappt hat. Nach spätestens einer Woche waren alle rauchfrei und Dampften nur noch.

2016: Seit zwei Jahren rauchfrei, aber unansehnlich ohne Fotofilter... ;-)Dampfen wurde zu meinem Hobby. Ich hielt die Entwicklung im Auge und stieg nach etwa neun Monaten auf eine Joyetech eGrip um. Nach meiner Elternzeit - nach der Geburt unseres Sohnes - sollte eine neue berufliche Richtung her. Mein Motto: mache nicht irgendwas, mache nur das, was du kannst und was dir richtig Spaß macht. Schnell kam ich darauf, dass es irgendwas mit E-Zigaretten sein sollte. Also schrieb ich Markus Thiesen - meinen damaligen Sponsor - über Xing an. Die Bewerbung war kurz und knackig - 140 Zeichen ließ Xing als Nachricht maximal zu. Die Antwort kam einige Tage später, am Nachmittag unserer Hochzeit - war das ein Zeichen? "Ja, wir suchen tatsächlich jemanden, komm doch in den nächsten Tagen mal vorbei". Was ich natürlich tat. Und so bin ich nun Mitarbeiter des eDampf-Shops - dem Shop, ohne den ich heute wahrscheinlich noch rauchen würde - denn selber gekauft hätte ich mir ein Starterset wahrscheinlich nicht.

So kommt es, dass ich euch nun mit Artikelbeschreibungen, den Rechnern, dem Dampfer-Lexikon und in Zukunft auch Blogbeiträgen "beglücken" werde. Natürlich bin ich offen für Verbesserungsvorschläge: Was wünscht ihr euch an Beiträgen? Was habt ihr für Fragen? Lasst es mich wissen.

Und wer es geschafft hat, bis hierhin zu lesen: Glückwunsch! Du bist ein Kandidat auch meinen privaten geistigen Ergüssen auf Twitter und / oder Instagram zu folgen. Thema dort - wie könnte es anders sein - Dampfen. Also meine Geräte die ich teste, Wicklungen die ich verwende und auch mal Tipps und Tricks. Ganz privat, ohne Werbung. Denn die ist ja leider durch die Umsetzung der TPD2 verboten. Aber das Dampfen, und somit mein Hobby, lasse ich mir dadurch nicht verbieten! Denn der Umstieg auf die E-Zigarette war eine der besten Entscheidungen meines Lebens, und ich erachte die Erfindung von E-Zigaretten gleichbedeutend mit der von Arzneimitteln wie Antibiotika.

Euer Michael

P.S. Ich freue mich sehr auf eure Kommentare unter den Beiträgen. Und falls euch ein Beitrag gefällt, teilt diesen doch über die sozialen Netzwerke - dauert nur wenige Sekunden und ihr helft dabei, einen Kontrast zu den übrigen, (meist) negativen Beiträgen der Presse zu schaffen - vielleicht helft ihr damit ja auch dem ein oder anderen Raucher.

P.P.S. Nichts an diesem Beitrag und den erwähnten Personen ist frei erfunden, alles hat sich genau so zugetragen.


Kommentare: 4
Michael @ eDampf-Shop 2016-11-04 16:56:00
Vielen Dank für das positive Feedback. :-) Freut mich, dass mein Schreibstil scheinbar ankommt. Fällt mir nämlich leichter einfach so zu schreiben, wie ich es auch erzählen würde... :-)
Florian 2016-11-04 09:12:49
Hallo Michael! Wirklich ein sehr guter Beitrag :-) In vielen Punkten erkenne ich mich darin wieder. Der Artikel ist auch super geschrieben und es macht echt Spaß ihn zu lesen. (habe ich vorhin heimlich während der Arbeitszeit gemacht) Freue mich auf weitere Einträge von Dir! Schöne Grüße aus Niederbayern /Oberpfalz Florian
Peter 2016-11-03 20:24:14
Hallo Michael, ich bin Peter und wurde bei diesem Artikel an meine Raucherhistorie erinnert. Vieles lief fast gleich ab, einige Deiner Erfahrungen sind mir gottseidank erspart geblieben. Du hast eine flotte Schreibe und einen feinen Humor. Ich freue mich auf mehr.
Olaf 2016-11-03 20:17:58
Hallo Michael!Ich heiße Olaf und deine Geschichte ist geil
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